Wohnen im Alter – ein aktuelles Thema nicht nur für betagte Menschen!
Unsere Gesellschaft wird immer älter und die hundertjährigen Jubilarinnen und Jubilaren sind keine Seltenheit mehr! Viele von ihnen leben in ihren Häusern oder grösseren Wohnungen. Meist allein oder noch zu Zweit. Sie sind gebrechlich, gesundheitlich angeschlagen.
Man sieht sie selten in der Nachbarschaft. Sie leben zurückgezogen und haben kaum Besuch. In den Dörfern kennt man sie. Man schaut nach ihnen und hilft, wenn nötig. In den Städten ist die Anonymität gross. Man kümmert sich nicht um die alten Leute.
Es fehlt einem ja selbst an Zeit. Ueberrascht nimmt man eines Tages zur Kenntnis, dass ein betagter Nachbar gestorben ist.
Bereits vor der Pensionierung sollte man sich deshalb Gedanken über die Wohnsituation jetzt und die Wohnform im Alter machen.
Wenn sich langsam die Altersbeschwerden zeigen, das Treppensteigen Mühe bereitet, das Gedächtnis nachlässt, die Mobilität eingeschränkt ist und Fremdhilfe beansprucht wird, spätestens dann sollte man sich ernsthaft überlegen, ob man im eigenen Haus noch zurecht kommt.
Viele ältere Leute sind einsam, gesundheitlich angeschlagen, mögen den eigenen Haushalt und die anfallenden Arbeiten nicht mehr erledigen, scheuen ausserhäusliche Kontakte und isolieren sich.
Das Haus mit all seinen schönen Erinnerungen ist „Heimat“, wird aber mehr und mehr zur Last. Der Garten kann nicht mehr gepflegt werden. Oft fehlt auch die Kraft, die aktuelle Wohnsituation noch zu verändern. Erst wenn die Umstände eine Veränderung aufzwingen, ist es der letzte Ausweg.
Dies muss nicht sein! Heute werden die verschiedensten Wohnformen angeboten wie z.B. altersgerechte Wohnungen mit oder ohne fachgerechter, pflegerischer- und hauswirtschaftlicher Betreuung, Senioren-Wohngruppen und Wohngemeinschaften, nicht zu vergessen die meist modernen Altersheime mit optimaler Betreuung und Pflege.
Eine solche Wohnform ist zwar eine grosse Veränderung aber auch zugleich eine Chance, neue Freunde und neue Lebensqualität zu gewinnen.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass wieder Freude am Leben aufkommt, die Mobilität dadurch verbessert werden konnte und der Alltag jetzt viel einfacher zu bewältigen ist. Oft hört man die Alten sagen, dass dies viel zu viel kostet oder dass man sich dies nicht leisten kann.
Es gibt in jeder Stadt verschiedenste kostenlose Beratungsstellen, die mit Betroffenen und deren Angehörigen zusammen eine optimale Lösung finden können. Sei es die Hilfsmittelbeschaffung, die altersgerechten Anpassungen im eigenen Haus oder in der bisherigen Wohnung, die Anmeldung ins Altersheim oder eine andere Wohnform.
Es ist viel einfacher, sich an einem neuen Ort einzuleben und wohlzufühlen, solange man noch die Kräfte und den Mut hat, eine Veränderung anzugehen.
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